Die Berge haben gerufen :-)

Am Obersee am Königssee

Ein Kurzurlaub stand an. Es sollte in die Berge gehen, um ein wenig zu wandern. Da wir beide noch nie in Berchtesgaden waren, wurde Schönau am Königssee als Reiseziel ausgewählt. Ein guter Entschluss, wie es sich heraus stellen sollte. Zwar nicht wegen dem Wetter, das hätte besser sein können, vielmehr wegen der Dinge, die wir zu sehen bekamen.

Anreisemarathon
15.08.2015

Schon die Abreise in den ganz frühen Morgenstunden brachte erste Irritationen, man hörte nicht auf die Technik und schwupps war man Richtung Gießen unterwegs. Naja, dieser kleine Abstecher und der halbstündige Zeitverlust hat uns nicht abgeschreckt und die richtige Autobahn wurde schnell gefunden. Nach drei Stündiger Autofahrt stand erst einmal Frühstück auf dem Programm. Ausgewählt hatten wir die Raststätte Bruchsal. Frisch gestärkt ging es weiter zum ersten Reiseziel. Der Rheinfall bei Schaffhausen sollte besichtigt werden. Dann um halb Elf der erste Parkgebührenschock. Das schweizerische Bergvolk, weiß wie man die Euros aus den Taschen lockt. Doch die Rechnung wurde ohne die Technik gemacht, denn der Kassenautomat war defekt und man konnte kostenlos parken.

Der Rheinfall ist schon bemerkenswert. Nach einem kurzem Spaziergang, wurde die Reise fortgesetzt. Überlingen am Bodensee sollte das Ziel werden, auch sollte dort eine Übernachtung gefunden werden, denn unser Hotel war erst am nächsten Tag reserviert.

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Das Wetter war alles andere als gut. Also sind wir kurzentschlossen Richtung Lindau gefahren, um dort eine Übernachtung zu finden. Aber auch dieser Gedanke wurde aufgrund Starkregens und Weltuntergangsstimmung verworfen. Stattdessen im Hotel angerufen und nach Zimmer gefragt. Freude, sie hatten noch eines und zwar ein Notzimmer. Egal, das nehme wir und setzten die Reise fort. Um 19.30 Uhr Ankunft im Hotel. Gott sei Dank.

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Wetter trocken und milde 22 Grad. Nach einer leckeren Mahlzeit im Biergarten, sind wir erschöpft ins Bett gefallen. Not-Dusche und Not-WC musste auf den morgigen Tag verschoben werden, das war uns dann doch zuviel Not :-) Den Not-Ausblick vom Zimmer haben wir trotzdem genossen.

 

Wie man sieht, sieht man nichts
16.08.2015

Ein Spruch der uns die nächsten Tage begleiten sollte. Der weiß-blaue bayrische Himmel blieb uns verwehrt. Nachdem wir vom Not-Zimmer in unser richtiges Zimmer umgezogen waren, ging es bei leichtem Nieselregen zur Wimbachklamm. Viel feuchter konnte es ja nicht mehr werden :-)

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Mit zunehmender Stunde wurde auch das Wetter besser, sprich es gab keinen Nieselregen mehr. So hatten wir eine tolle Tour in der Klamm selbst, aber auch auf dem Weg zum Wimbachschloß und von dort aus wieder zurück zum Parkplatz.

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Was tun mit dem angebrochenen Tag?

Der Obersalzberg wurde als weiteres Ziel ausgesucht. Ein geschichtsträchtige Ort, den man einmal besucht haben sollte. Sehr beeindruckend. Das Kehlsteinhaus haben wir nicht mehr besucht, da unser Begleiter, das Wetter, alles andere als gut gewesen ist.

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Den Tagesabschluss begingen wir am Königssee, um uns nach den Fahrzeiten zu erkundigen. Eines fiel uns gleich auf, viele Touristen die sich da am Königssee aufhielten.

Warteschlangentag
17.08.2015

Man muss es nicht erwähnen: Wie man sieht, sieht man nichts. Ein regnerischer Tag. Also ging es um 10.00 Uhr zur Eisennriesenwelt nach Werfen (Österreich). Selbstverständlich wollten wir keine Mautgebühren zahlen und nahmen die Landstraße. Ein etwas höherer Zeitaufwand, aber nach rund 1,5 Stunden hatten wir den Parkplatz für den Bustransfer zur Eishöhle erreicht.

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Chaos pur, unzählige Autos. Mit Glück noch einen kostenlosen Parkplatz (ja das gibt es noch) ergattert und sich in die endlose Schlange eingereiht. Um 12.45 Uhr ging es los mit dem Bus Richtung Eishöhle. Nach 15 Min Fahrt wurde der Ticketverkauf für die Seilbahn und Eishöhle erreicht. Doch bevor man in die Seilbahn steigen konnten, lag ein 20 Minuten Fußweg vor uns und natürlich eine Warteschlange. Um 14.30 Uhr konnten wir die Seilbahn betreten. Sie ist die steilste Seilbahn Österreichs. Technisch Daten: 7m / Sek, 3 Min Fahrzeit für 500 Höhenmeter, Länge 714 m, 112% Steigung. Vor uns lag ein kurzer Fußweg, mit interessanten Ausblicken. Um 15 Uhr war der Höhleneingang erreicht. Man muss es nicht erwähnen, warten war angesagt. Diesmal eine halbe Stunde. Anschließend ging die sehr interessante Führung los. 1400 Stufen (700 nach oben und 700 wieder runter) mussten dabei überwunden werden. Aber es lohnte auf alle Fälle, die Eiswelten einmal zu besuchen. Das an diesem Tag das Wetter nicht so prikelnd war, war nicht weiter tragisch. In der Eishöhle war es trocken und konstant 0 Grad warm :-)

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Doppeltes Lottchen
18.08.2015

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Anstossen auf 1874 m

Zum gemeinsamen Geburtstag zeigte sich der Wettergott milde und ließ sogar einen Königsblick zu. Euphorisch wurde eine weitere Übernachtung gebucht und dann ging es hinauf zum Jenner. Nach einer spannenden Seilbahnfahrt und einem kurzem Spaziergang wurde das Gipfelkreuz erreicht, wo wir dank der lockerer Bewölkung den Königsblick genießen konnten.

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Zum Glück waren wir frühzeitig da, denn mehr und mehr Touristen und Selfieakrobaten kamen zum Gipfelkreuz.

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Um 11.30 machten wir uns auf zum Abstieg. Wir hatten die Route über die Königsbachalm gewählt, die im Kessel am Königssee endet.

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Das Plugin zeigt leider falsch die entsprechenden Höhenmeter bei dieser Wanderung an. Hier deshalb der Link zur Karte bei Komoot

Der Weg führte uns durch eine herrliche Gebirgslandschaft mit tollen Ausblicken. Nach 2 Stunden hatten wir die Königsbachalm erreicht. Nach einer kurzen Stärkung ging es weiter. Ein steiniger Waldweg führte uns stetig bergab. Ab und an konnten wir das Echo vom Königssee hören, wenn von den Booten aus in die Trompete geblasen wurde. Um 16.30 wurde der Kessel erreicht. Rund 1200 Höhenmeter und rund 11 Km Weglänge hatten wir hinter uns gelassen. Jenner 1874, Königssee 600 ü.n.N. Im Kessel war der Aufenthalt nur von kurzer Dauer, da bereits ein Boot kam, mit welchem wir zurück fuhren. Kann man einen Geburtstag besser verbringen? Wir waren der Meinung: Nein!

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Kesselwetter, Wade und Knie
19.08.2015

Zeigte sich das Wetter am gestrigen Tag von seiner besten Seite, so zeigte es sich heute wieder von der regnerischen. Auch zollte das stetige bergab der gestrigen Wanderungen seinen Tribut. Die Waden und die Knie machten sich bemerkbar :-( Also wurde für diesen Tag etwas leichtes ausgesucht, das Salzbergberg in Berchtesgaden.

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Was tun bei dem bescheidenen Wetter und Wade/Knie? Also das Touriprogramm. Auf ging es recht früh zum Salzbergberg nach Berchtesgaden, wo sich trotz der frühen Morgenstunden schon unzählige Besucher aufhielten. Wir hatten aber Glück und konnten einen ganzen Bus Franzosen hinter uns lassen und schnell in den Berg einfahren, nachdem man uns bergmännisch eingekleidet hatte. Auf der rund einstündigen Führung bekam man einen sehr guten Eindruck der Salzgewinnung vermittelt. Erwähnenswert natürlich auch die Rutschpartien. Ein heiden Spaß.

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Da es immer noch regnete, entschlossen wir uns zur weiteren Besichtigungstour. Die Kirche in Ramsau und die Enzianbrennerei Grassl standen auf dem Programm. Schon lecker die verschiedenen Enziansorten :-) Anschließend begaben wir uns noch auf einen Verdauungsspazierug im Malerwinkel.

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Der letzte Urlaubstag
20.08.2015

Wie man sieht, sieht man nicht viel.

Die Wetterprognosen waren andere. Uns erwartete ein vergangener Himmel aus dem es ab und an auch mal regnete. Aber egal, wir sind nicht aus Zucker. Es stand die obligatorische Königsseebootsfahrt auf dem Programm. Früh machten wir uns auf den Weg, um den Touristenströmen zu entkommen. Eine gute Entscheidung. Zwar war das Boot voll, aber nur bis St. Bartholomä. Alle, bis auf eine japanische Familie und uns stiegen aus. Wir fuhren weiter bis zu Saletalm, denn der Obersee und Rohrbachwasserfall sollte auch besucht werden. Wir waren auf dem Weg zum Wasserfall und zum Obersee fast allein.

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Nur ein paar Wanderer kamen uns entgegen, die schon ein Boot früher genommen hatten. So konnten wir die herrliche, wenn auch veregnete Bergwelt so richtig genießen. Die Spiegelung im Obersee war schon faszinierend. Der Weg zum Wasserfall war teilweise etwas abenteuerlich. Ein schmaler, steiniger Weg. Stahlseile sicherten diesen aber, so dass man keine Angst haben musste, auf den nassen Steinen auszurutschen.

Natürlich darf auch das Echo vom Königsse nicht fehlen :-)

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Nach einem kurzem Aufenthalt am Wasserfall, welcher der höchste in Deutschland ist und dem ein oder anderem Kuhfotoshooting, ging es zurück zum Obersee, wo eine Stärkung in der Fischunkelalm zu sich genommen wurde. Mittlerweile hatten sich auch unzählige Touristen dort eingefunden. Mit der Ruhe war es vorbei. Nach ein paar Fotos begaben wir uns auf den Rückweg zur Saletalm. Auf dem Weg dorthin fragten wir uns immer wieder, wie Leute mit Sandalen und sonstigem, nicht passendem Schuhwerk, diesen Weg schafften.

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Von der Saletalm ging es mit dem Boot nach St. Bartholomä wo wir uns den unzähligen Japanern und weiteren Touristen aus aller Welt anschlossen. Gesehen muss man St. Bartholomä einmal. Aber wer Ruhe sucht, ist dort, jedenfalls in der Urlaubszeit fehl am Platz. Nachdem wir einen 20 minütigen Rundweg gegangen waren, traten wir die Heimreise mit dem Boot an. Am Abend wurde noch eine leckere Mahlzeit im Nutzerkaser Gasthaus, oberhalb von Ramsau zu sich genommen, wo man einen schönen Blick auf den Watzmann und das Watzmannhaus hatte.

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Ein schöner Tag neigte sich dem Ende zu, nachdem wir noch die japanische Esskultur kennen lernten durften :-)

 

Es sind nicht alle so, will das auch nicht pauschalieren, aber wie eine Gruppe Japaner das Essen regelrecht vernichtete und den Tisch hinterließ, als ob ein Sturm da darüber geweht ist, versetzte uns in Staunen. Aber nicht nur uns, sondern auch die Wirtsleute, die aufgrund dessen, die ein oder andere Anekdote aus ihrem Alltag erzählten. Begeistert klangen die nicht unbedingt ;-)

Abreise
21.08.2015

Warum geht die Zeit so schnell vorbei?

Nachdem die Formalitäten im Hotel erledigt waren, ging es Richtung Rossfeldpanoramastrasse, in der Hoffnung auf Panorama. War aber nichts, denn „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts“ Wolken versperrten die Sicht. Um 10 Uhr ging es dann Richtung Heimat, die wir nach ein paar Staus auch um 19 Uhr erreichten. 630 Km in 9 Std, eine gute Leistung :-(

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Resümee
Eine tolle Gegend da in Berchtesgaden und empfehlenswert. Wenn man die Touristenmagnete meidet, kann man auch einen Urlaub in Ruhe verbringen. Kurz: Gern jederzeit wieder!

Ganz ohne Geocache konnte man Berchtesgaden nicht verlassen, der Tradi 1. D. W. n. V. – Ausgangspunkt (CoordInfo) konnte erfolgreich geloggt werden.

Berchtesgaden
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