Etappe 1 des Westerwaldsteigs sollte es werden

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Ein schöner Tag sollte dazu genutzt werden, die erste Etappe des Westerwaldsteigs zu laufen. Das persönliche „Taxi“ setzte mich in Herborn ab und schon ging es los. Übrigens, ein sehr schönes Rathaus hat Herborn.

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Los geht die Etappe 1 am Rathaus in Herborn, über die Kallenbachstraße zur Dollenbergstraße, wo mich auch gleich die erste „Hürde“ erwartete. Eine lange Steigung brachte so Gedanken ins Spiel, wie „soll ich mich lieber auf Marktplatz setzen und das schöne Wetter zu genießen?“ Aber nichts da, man hat sich ja was vorgenommen.

Bei der Hitze kam die Steigung besonders gut. Die Sonne schien gnadenlos vom wolkenlosem Himmel. Zum Glück bog der Weg nach wenigen Hundert Metern in ein Waldstück ab. Schatten und angenehme Temperaturen.

Dann ging die Odyssee los :-( Ich lief und lief, doch etwas kam mir nach der Überquerung der Autobahnbrücke komisch vor. Man sah das „W“ nicht mehr. Wird schon richtig sein. Also weiter getrottet, bis dann doch Zweifel aufkamen. Einen letzten schönen Blick auf Herborn genossen und wieder zurück zur Autobahnbrücke, wo der Weg sich gabelte. Einfach mal den anderen nehmen. Aber auch da kein „W“ zu finden. Wurden Bäume gefällt, wo die Markierung drauf waren? Trotzdem ein Stück lang den anderen Weg gegangen. Aber wieder keine „W`s“. Also zurück zur Autobahnbrücke. Dieser Umweg konnte insofern als „nötig“ verbucht werden, da dort Geocaches lagen, wo ich mich ins Logbuch eintragen konnte.

Auf der Karte ist sehr schön mein unfreiwilliger Ausflug zu sehen :-)

Was tun, ein Anruf zu Hause, mit der Bitte mal Google zu bemühen, half weiter. Kurz vor der Autobahnbrücke, geht ein kleiner schmaler Pfad rechts ab, wurde mir per Telefon mitgeteilt. Auf mich wirkte der so unscheinbar, dass ich ihn nicht als offiziellen Weg enttarnen konnte. Ab da lief es richtig rund, für 1,5 Km ;-) Unachtsam und in Gedanken, interpretierte ich einen Hinweis falsch. Der Weg führte wieder „steil“ nach oben. Wieder einmal kreuzte ich die Autobahn. Nach kurzer Zeit hatte ich realisiert, den Westerwaldsteig verlassen zu haben. Ein zurück kam nicht in Frage. Nachdem ich von einer Bank noch einmal einen Blick auf die Ambach-Talbrücke hatte, ging es weiter. Irgendwann werde ich wieder die Zivilisation erreichen. Sicherheitshalber ging ich sparsam mit den Getränken um, wer weis wann ich wieder auf Zivilisation treffen werde :-)

Keine Menschen Seele

Der Weg führte durch einen Wald, das war auch gut so. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad, wäre ein Laufen in der prallen Sonne, alles andere als schön gewesen. So zog sich der Weg stetig leicht bergab. Niemand begegnete mir. Eine herrliche Ruhe. Irgendwann vernahm ich ein leises Blöcken. Aha, die Ziviliation kann nicht mehr weit sein. So war es auch. Ich traf auf Schafe und kurze Zeit später stand ich in Uckersdorf, wo mich auch wieder das „W“ des Westerwaldsteigs begrüßte.

Mein Gefühl sagte mir, dass ich den Westerwaldsteig (Etappe 1), von der Länge her schon bis hier hin gelaufen war, nur auf der falschen Seite :-(

Der weitere Verlauf gestaltete sich einfach und ohne Umwege. Bis auf eine Anhöhe in Erdbach, da entschloss ich mich den kürzeren Weg zurück ins Basislager zu nehmen, denn die erste Etappe des Westerwaldsteigs war ja eh schon abgehakt. Trotzdem eine sehr schöne Wanderung gewesen. Etappe 1 wird dann einmal nachgeholt. Aber dann mit einheimischer Fremdenführerin :-)

Folgende Geocaches konnten geloggt werden:

Von A45 drunter und drüber das Wasserhäuschen (CoordInfo) und Weghüter (CoordInfo) – Lebensspender (CoordInfo)

Verwirrungen im Westerwald
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